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Update 04.04.2014: Unbekannte legen Tierköder aus

Unbekannte legen Tierköder aus

Geseke. Hundehalter warnen derzeit in Geseke vor Tierködern, die an der Umwallung ausgelegt sind. Wer die gefährlichen Giftköder ausgelegt hat, ist unklar.

Immer mehr Fälle von gefährlichen Tierködern werden derzeit in Geseke bekannt. Angefangen habe es vor wenigen Wochen an der Westmauer im Bereich des ehemaligen REWE-Supermarktes. Dort seien mit Rasierklingen gespickte Frikadellen gefunden worden. Betroffene Hunde mussten an den Folgen sofort notoperiert werden. (Update: 29.03.2014; 07:45 Uhr: Eine betroffene Hundehalterin berichtete uns von “giftigen Substanzen” an der Ostmauer. Bei dem Hund wurde der Magen ausgepumpt. Update: 04.04.2014; 21:45 Uhr: Vergiftete Fleischwurst in einem Vorgarten in der Königsberger Straße ausgelegt. Bei dem betroffenen Hund wurde der Magen ausgepumpt. Die Familie erstattete Anzeige bei der Polizei).

In der Tat verbreiten sich gerade wieder gehäuft entsprechende Meldungen über Facebook. „Gestern Abend mussten wir unsere beiden Jack Russel mit starken Anzeichen auf Vergiftung zum Tierarzt bringen. Leider bestätigte sich unser Verdacht. Unser Grundstück liegt sehr nah am Wall und wir befürchten dass jemand “Leckerchen” in unseren Garten geworfen hat. Wir möchten hiermit zur Vorsicht aufrufen“, heißt es aktuell in einer Meldung.

Das für Geseke zuständige Tierheim in Lippstadt warnt inzwischen ebenfalls auf seiner Internetseite vor „giftigen Substanzen“, die möglicherweise ausgelegt wurden, um Hunde zu vergiften.

In der Nachricht heißt es weiter: „Bitte achten Sie gut auf ihre Kinder und Tiere! Sollten Sie etwas Verdächtiges beobachtet haben, melden Sie dies bitte der Polizei und/oder dem Ordnungsamt“. Weitere Informationen hatte das Tierheim zunächst nicht.

Für die Ordnungsbehörden stellt sich das Problem, dass Hundefreunde in den sozialen Netzwerken Alarm schlügen, aber nicht gleich an die Polizei wenden, die diese Köder sicherstellen müsse, um eine Strafverfolgung einleiten zu können.

Vorsicht vor Giftködern im Bereich der Westmauer. Foto: Laame

Hierbei handele es sich um ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, ein Vergehen, das mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren geahndet werden könne. Präventiv kann eine Polizei nicht tätig werden, sondern nur den Hundebesitzern raten, „auf das zu achten, wofür sich der Hund interessiert“.

Hinweise zur Identität des oder der unbekannten Tierhasser liegen nicht vor. Hinweise zu verdächtigen Personen oder Beobachtungen, die im Zusammenhang stehen könnten nimmt die Polizei in Lippstadt unter Telefon 02941-91000 oder das städtische Ordnungsamt unter Tel. 02942-5000 entgegen. (bl)