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Ganze Generationen geprägt: 189 Jahre verlassen das Antonianum

Ulrich Ledwinka (1.v.l.) verabschiedete sieben Kolleginnen und Kollegen -Prägten mehrere Schülergenerationen am Antonianum: v.l. Günter Tegethoff, Hans Kämper, Bettina Jacobi-Bradic, Christa Uesbeck, Brigitte Schetschok, Erwin Nillies, Hannah Cramer.

Geseke. „Wir, die QA, können Sie nun in den wohlverdienten Ruhestand verabschieden und ziehen unseren Hut vor der absolvierten Leistung“, so äußerte sich Show-Qualitätsprüfer Werner Lödige gegenüber „189 Jahren“ Antonianum. Sieben verdiente Kolleginnen und Kollegen verlassen zum Schuljahresende das größte Gymnasium im Kreis Soest und erhielten ihre Entlassungsurkunden aus den Händen von Schulleiter Ulrich Ledwinka.

Das Kollegium hatte sich zu dieser großen Verabschiedungszeremonie etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Sämtliche Fachvorsitzende gaben vor einer Kommission von „Qualitätsprüfern“ eine lobende Stellungnahme ab, um den einen oder die andere Lehrkraft doch noch halten zu können. Viele emotionale Erlebnisse, schöne Momente und hervorragende Leistungen wurden gewürdigt, die auch zum Gelingen der „echten“ realen Qualitätsprüfung am Antonianum beitrugen. Schließlich blickt das Gymnasium auf ein hervorragendes Ergebnis zurück und beschließt dieses Schuljahr zusätzlich mit einem sehr guten Ergebnis durch die Prüfungskommission zum Ende des Jahres 2016.

Hannah Cramer (Sport), Hans Kämper (Französisch/Englisch), Erwin Nillies (Sport/Geschichte), Brigitte Schetschok (Deutsch/Erdkunde), Günter Tegethoff (Kunst/Französisch) und Christa Uesbeck (Mathe/Pädagogik) wurden für ihre langjährigen Verdienste ausgezeichnet. Bettina Jacobi-Bradic (Biologie/Pädagogik) wird aufgrund der Nähe zum Wohnort nach Paderborn versetzt. Seit Beginn der 1980er Jahre arbeiteten die Lehrerinnen und Lehrer am Antonianum. Ganze Schülergeneration haben sie geprägt. Viele blicken auf eine beinahe 40jährige Dienstzeit zurück, sodass man von einem enormen Zeitrahmen sprechen kann, der durch diese verdienten Lehrkräfte gefüllt wurde. „189 Jahre Antonianum, eine Ära geht zuende“, so Schulleiter Ulrich Ledwinka, der selbst noch aus Schülersicht von einigen Kolleginnen und Kollegen zu berichten wusste und für den Lehrerrat fügte Ute Rikus hinzu: „Da bröckelt es nicht nur an der Fassade, was einfach durch Sicherungsnetze aufgehalten werden kann. Das geht schon mehr an die Substanz.“

Das Kollegium des Antonianum stellt sich in den letzten und den kommenden Jahren somit zunehmend neu auf. Man blickte in einer emotionalen, humorvollen und zum Teil melancholischen Feierstunde auf großartige Jahrzehnte zurück, wagt aber auch den Blick in die Zukunft. Neue, aufstrebende Lehrerinnen und Lehrer bereichern das Antonianum, das damit eine traditionsreiche Schule auf der Höhe der Zeit ist und bleibt.