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Staatssekretärin besuchte ehrenamtlich Tätige

Begrüßten die Staatssekretärin Andrea Milz (M.) auf der Anlage des TC Rot-Weiß in Geseke (v.l.): Bürgermeister Dr. Remco van der Velden, Reiner Schenck (2. Vorsitzender TC Rot-Weiß Geseke), CDU-Landtagsmitglied Jörg Blöming, Christiane Korn (Kassiererin TC Rot-Weiß Geseke), Ortsvorsteherin Maria-Luise Hans, CDU-Fraktionsvorsitzender Thomas Kersting, Iris Dröge (Jugendwartin TC Rot-Weiß Geseke) und Birgit Wapelhorst (Mitarbeiterin des CDU-Landtagsbüros).

Geseke. “Ich habe immer großen Wert auf den engen Austausch mit den ehrenamtlich Tätigen gelegt, viele Gespräche geführt und mich von ihnen beraten lassen. Ich bewundere die Hingabe und den Einsatz der vielen Engagierten”, zollte Andrea Milz den anwesenden Mitgliedern des TC Rot-Weiß Geseke großen Respekt. Die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt war in der Hellwegstadt zu Gast, um sich vor Ort über die Arbeit der Tennisfreunde zu informieren.

Die Anlage des Tennisclubs an der Delbrücker Straße ist in den vergangenen Jahrzehnten sukzessive erweitert worden. Neben der Errichtung der Außenplätze erfolgte im Jahr 2003 zudem der Bau einer eigenen Tennishalle. “Der Großteil aller anfallenden Arbeiten ist in Eigenleistung gestemmt worden. Auch die Finanzierung vieler Projekte erfolgte größtenteils aus den Reihen der Sportlerinnen und Sportler”, erklärte der stellvertretende Vereinsvorsitzende Reiner Schenck beim Rundgang durch die Vereinsräume stolz. 520 Mitglieder hat der TC Rot-Weiß Geseke aktuell. “Jedes Mitglied über 16 Jahren ist verpflichtet, Arbeitsstunden für den Verein zu leisten. Geschieht dies, wird ein Teil des Mitgliedsbeitrages wieder erstattet”, berichtete Schenck aus der Praxis. “Ein gelungenes Modell”, attestierte daraufhin Staatssekretärin Milz.

Im Gespräch mit den Vereinsvertretern informierte sich Andrea Milz auch über aktuelle Sorgen und Probleme bei der ehrenamtlichen Arbeit. So haben Änderungen bei der Besteuerung von Vereinen, aber auch die Einführung des Mindestlohnes dazu geführt, dass den ehrenamtlich Tätigen immer mehr abverlangt wird. “Das ordnungsgemäße Führen eines Vereins mit all den zu beachtenden Vorschriften ist kaum noch zu schaffen”, verriet Reiner Schenck. “Wir haben bei uns im Vorstand das Glück, dass wir eine Steuerberaterin und eine Finanzbuchhalterin in unseren Reihen haben. Andere Vereine haben dieses Glück aber nicht.” Erschwerte Bedingungen und die Tatsache, dass der ehrenamtlich-tätige Vorstand privat haftbar gemacht werden kann, sorgen ferner dafür, dass sich vielerorts nur noch wenige Freiwillige finden lassen, die Vorstandsposten übernehmen. “Ich versichere Ihnen, dass ich Ihre Sorgen ernst nehme und ich mit den von Ihnen geschilderten Problemen in die Sportministerkonferenz gehen werde”, versprach Milz zum Abschluss ihres Besuches.

Die Staatssekretärin Andrea Milz hat sich vorgenommen, sämtliche 54 Stadt- und Kreissportbünde in Nordrhein-Westfalen für jeweils einen Tag zu besuchen. Im Rahmen der Besuche stehen neben Gesprächen mit den Vertretern der Bünde auch Besuche bei Vereinen und ehrenamtlichen Initiativen auf dem Programm. Den Auftakt bildete nun der Besuch im Kreis Soest.