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Lichterprozession zu Maria Schuss

Ein Schuss, der Geschichte geschrieben hat: Im Dreißgjährigen Krieg hat der hessische Soldat Ludwig Sadeler aus Treysa dem Marienbild schwer zugesetzt und dafür seine Strafe bekommen.

Geseke. 384 Jahre ist es her, dass nach dem Beschuss durch den hessischen Soldaten Ludwig Sadeler aus Treysa das Marienbild der schmerzhaften Gottesmutter aus dem Heiligenhäuschen am Hellweg in die Stiftskirche St. Cyriakus übertragen wurde. Dabei geht es nicht allein um ein zurückliegendes historisches Ereignis, sondern vor allem um Jahrhunderte und Jahrzehnte, in denen bis heute Menschen Hilfe und Trost bei “ihrer” Maria Schuss in Geseke gefunden haben.

Erzählungen zufolge soll das Gebet am Marienaltar schon zu so mancher Heilung kranker Menschen beigetragen haben. So habe “Maria Schuss” schnell regionale Bedeutung erlangt und besonders im 18. Jahrhundert eine ungeheure Blüte erfahren. Von 5.000 Kommunikanten an ihrem Festtage ist in den Schriften zu lesen.

Seitdem feiern die Geseker immer Ende Oktober den Jahrestag und kommen am Mariensamstag zur Heiligen Messe in die Stiftskirche St. Cyriakus. Auch auswärtige Pilger zieht es nahezu täglich dank Maria Schuss nach Geseke, um am Gnadenbild zu beten.

Bestes Beispiel sind die Monatswallfahrten, die vor 15 Jahren – im Jahr 2002 ins Leben gerufen wurden. Am 3. Januar 2002 eröffnete der damalige Paderborner Weihbischof und heutige Erzbischof von München und Freising, Reinhard Kardinal Marx, selbst ein Sohn der Stiftskirchengemeinde, die Monatswallfahrten, mit denen auch jede Menge Lokalkolorit verbunden ist. Auch Großeltern kehren mit ihren Enkelkindern regelmäßig ein. Vielleicht nur zum kurzen Innehalten im Alltagsstress, oder aber auch für ein kleines Anliegen. Das Fürbittenbuch neben dem hölzernen Gnadenbild “Maria Schuss” ist jedenfalls nicht nur ziemlich dick, sondern auch mit tausenden Einträgen ziemlich voll.

Zum 384-jährigen Festtag will die Stiftskirchengemeinde am kommenden Samstag, 28. Oktober 2017 eine Lichterprozession von der Maria Hilf Kapelle zur Stiftskirche abhalten und mit einem Festhochamt dort abschließen. Beginn ist um 18.30 Uhr an der Maria-Hilf-Kapelle am Kapellenweg. Gefeiert wird ganz bestimmt auch aus Dankbarkeit.

Seit 384 Jahren finden die Geseker schließlich Halt und erfahren Hilfe am Marienbild in der Stiftskirche. Alle Gläubigen sind sehr herzlich zur Teilnahme an der Prozession und dem Festhochamt eingeladen. Anlieger von Kapellenweg, Hellweg, Rosenstraße werden gebeten, Lichter in Fenster oder vor der Tür aufzustellen. Weitere Informationen unter: www.stiftskirche-geseke.de

Die Abendmesse um 17:00 Uhr in der Marienkirche entfällt.