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Trauer um Landrat a. D. Wilhelm Riebniger

Landrat a. D. Wilhelm Riebniger ist am Montag, 23. April 2018, im Alter von 75 Jahren verstorben.

Kreis Soest. Der Kreis Soest trauert um Landrat a. D. Wilhelm Riebniger (CDU), der am Montag, 23. April 2018, kurz nach Vollendung des 75. Lebensjahres, verstorben ist. Er war 1994 bis 1998 letzter ehrenamtlicher Landrat des Kreises Soest. 1998 wurde er in direkter Wahl zum ersten hauptamtlichen Landrat gewählt. “Wilhelm Riebniger hat seine repräsentativen und politischen Aufgaben mit großem persönlichem Einsatz wahrgenommen”, würdigt Landrätin Eva Irrgang den Verstorbenen.

Wilhelm Riebniger habe stets ein offenes Ohr für die Bürgerinnen und Bürger gehabt. Als ehrenamtlicher Landrat und als Verwaltungschef habe er Bürgernähe gelebt. Besonders am Herzen habe ihm das Engagement ehrenamtlich Tätiger gelegen, das er mit der Etablierung des Kreis-Ehrenamtspreises unterstützt habe. Wilhelm Riebniger habe sich große Verdienste um die Verwaltungsmodernisierung erworben und wesentlich zur Entwicklung der Kreisverwaltung zu einem modernen Dienstleistungsunternehmen beigetragen, betont Landrätin Eva Irrgang. Während seiner Amtszeit sei die Zertifizierung des Qualitätsmanagements der Soester Kreisverwaltung regelmäßig erneuert worden. Zu den Schwerpunkten seiner Arbeit habe Landrat Riebniger die Schaffung eines noch stärkeren “Kreisbewusstseins” gezählt. Deshalb habe ihm die Erarbeitung eines Leitbildes für den Kreis Soest unter Mitsprache der Bürger besonders am Herzen gelegen. “Neben seinen dienstlichen Verpflichtungen habe ich Wilhelm Riebniger als leidenschaftlichen Familienmenschen, überzeugten Sozialpolitiker und engagierten Christen kennen und schätzen gelernt”, charakterisiert Landrat Eva Irrgang den Verstorbenen, der Ehefrau und zwei Söhne hinterlässt.

Der gelernte Speditionskaufmann Wilhelm Riebniger schlug eine Verwaltungslaufbahn ein, als er 1966 beim Kreiskirchenamt Hamm anfing. Von Januar 1972 an sammelte er als Verwaltungsleiter des Kreiskirchenamts Soest über 20 Jahre lang Erfahrungen in und mit Behörden. 1971 stieg er in die Politik ein, danach ging es Schlag auf Schlag: ab 1975 Ratsmitglied in Lippstadt, CDU-Fraktionsvorsitzender dort von 1982 bis 1984, Kreistagmitglied in Soest von 1979 bis 1998, Mitglied des Landtags von Nordrhein-Westfalen von 1991 bis 1998, ehrenamtlicher Landrat des Kreises Soest ab November 1994, hauptamtlicher Landrat von 1998 bis 2007. Im Jahre 2002 verlieh der Bundespräsident dem Politiker und Behördenchef Wilhelm Riebniger das Bundesverdienstkreuz. In der Laudatio wurde der Ausgezeichnete als “vorbildlicher Repräsentant der modernen Bürgergesellschaft” gekennzeichnet.

Lange Jahre engagierte sich Wilhelm Riebniger für die Rassegeflügelzucht und war für sein Hobby auch landes- und bundesweit tätig. So auch als Präsident des Bundes Deutscher Rassegeflügelzüchter, der ihn nach seiner Amtszeit zum Ehrenpräsidenten ernannte.