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Auch in Geseke heulen die Sirenen

Wenn in Geseke die Sirenen heulen, versorgen Michael Nagelmeier, Nicole Senger, Daniel Oesterwalbesloh und Niklas Heiermann von der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Geseke die Bevölkerung mit Informationen über Schadensereignisse in Geseke.

Geseke. Am 6. September 2018 findet zum ersten Mal der landesweite Warntag statt. Dabei werden in ganz Nordrhein-Westfalen sämtliche Warnmittel erprobt. Um 10 Uhr werden zeitgleich in allen Kommunen die örtlichen Warnkonzepte getestet. Dazu zählen beispielsweise Sirenen. Mit der Warn-App „NINA“ (Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes) wird landesweit eine Probewarnmeldung versendet. Ziel ist es, die Bevölkerung für das Themenfeld „Warnung“ zu sensibilisieren und ihnen Informationen und Tipps zu geben, damit sie im Ernstfall richtig reagieren und sich selbst helfen können.

Nur wenn die Bevölkerung rechtzeitig gewarnt wird, können Gefahren gebannt und Schäden erfolgreich bewältigt werden. Der Aufruf zu bestimmten Verhaltensweisen dient nicht nur der eigenen Sicherheit, sondern erleichtert erheblich die Arbeit der Einsatzkräfte. Die Bürgerinnen und Bürger können durch ihr richtiges Verhalten wichtige Beiträge zur eigenen Sicherheit und zur Sicherheit ihrer Nachbarn leisten. Die Selbsthilfefähigkeit jedes Einzelnen ist entscheidend, um das Risiko so gering wie möglich zu halten.

Die Warnung der Bevölkerung im Brand- und Katastrophenschutz ist ein wichtiger Baustein der Gefahrenabwehr. Dafür zuständig sind in der Regel die Kommunen. Als Brand- und Katastrophenschutzbehörden, ist es ihre Aufgabe, den Schutz der Bürgerinnen und Bürger sicher zu stellen. Bis Anfang der 1990er Jahre gab es ein flächendeckendes Sirenennetz des Bundes, das ursprünglich die Bevölkerung vor möglichen Luftangriffen warnen sollte. Viele Menschen kannten die dazugehörigen Warntöne und regelmäßige Probealarme gehörten vielerorts zum Alltag. Nach dem Ende des so genannten Kalten Krieges hat der Bund dieses Sirenennetz aufgegeben und den Kommunen zur Übernahme angeboten. Die Stadt Geseke hat viele der Sirenen erhalten und zur Alarmierung der Feuerwehr genutzt. Im Jahr 2016 wurde damit begonnen die alten mechanischen Sirenen gegen neue elektronische Sirenen auszutauschen.

Richtiges Verhalten bei Sirenenalarm:

Das Signal “Warnung der Bevölkerung” besteht aus einem auf- und abschwellenden Ton von einer Minute Dauer und bedeutet unmittelbare Gefahr!

Schützende Räumlichkeiten aufsuchen (ein Auto bietet keinen ausreichenden Schutz), über Medien durchgegebene Verhaltensmaßnahmen befolgen und Radio einschalten! Türen und Fenster schließen und Klimaanlagen ausschalten. Helfen Sie Kindern und hilfebedürftigen Menschen! Versorgen Sie sich auch auf weiteren Wegen mit Informationen z.B. über das Internet oder der (Lokal-)Presse.

Das Ende der Gefahr, die “Entwarnung”, wird mit einem einminütigen Dauerton angezeigt. Mögliche Einschränkungen für den normalen Tagesablauf werden über die Medien verbreitet.

Der “Feueralarm” besteht aus dreimal 15 Sekunden Dauerton mit zweimal 5 Sekunden Unterbrechung. Die Alarmierung gilt dabei in der Regel den Einsatzkräften der Feuerwehr, eine allgemeine Bedeutung für die Bevölkerung ist nicht gegeben. Dennoch ist es ratsam das Radio einzuschalten und die Nachrichten auf der Internetseite der Freiwilligen Feuerwehr (https://www.feuerwehr-geseke.de) aufmerksam zu verfolgen.

Die “Sirenenprobe” ist ein 15 Sekunden dauernder Dauerton. Sie findet in Geseke jeden dritten Samstag im Monat um 12 Uhr statt.