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Sonderform „Cristo Redentor“ zu Gast in Warstein

Das Night-Glow zur Halbzeit der 28. Warsteiner Internationalen Montgolfiade wurde durch seine vielen Sonderformen in der ersten Reihe zum vorläufigen Höhepunkt der diesjährigen Ballonfiesta.

Kreis Soest/Warstein. 42 Meter hoch, 200 Kilogramm schwer und 1,4 -mal so groß wie das Original: Die Sonderform „Cristo Redentor“ bot den 11.000 Besuchern am Mittwochabend ein atemberaubendes Bild. Mit seinem brasilianischen Piloten Helio Michelini Pellaes Neto feierte der Ballon seine Europapremiere bei der 28. Warsteiner Internationalen Montgolfiade. Aber nicht nur Jesus begeisterte die Massen. Der am Morgen planmäßig durchgeführte Außenstart vom Paderborner Flughafen sowie die 126 Ballone, die beim abendlichen Massenstart abhoben, sorgten für einen besonderen Tag.

Schöner hätte der Montgolfiade-Mittwoch nicht starten können: 70 Ballone stiegen am Morgen am Flughafen Paderborn/Lippstadt entlang der Startbahn aufgereiht in die Luft und färbten den blauen Himmel bunt ein. „Der Paderborn-Lippstadt Airport ist der Heimathafen der Montgolfiade. Der Außenstart zählt jedes Jahr zu den Highlights für die Piloten aus aller Welt“, sagt Uwe Wendt, Geschäftsführer der Warsteiner Internationale Montgolfiade GmbH.

Beim Abendstart waren 126 Ballone mit von der Partie, darunter Sonderformen wie die Lokomotive des Piloten Thomas Siebel aus Freudenberg, der Scuba Diver, Rat-Cheese, Babette oder die Buddy-Figur.

Besonderheit war die Sonderform „Cristo Redentor“. Als sich die cremefarbene Hülle mit heißer Luft füllte, staunten die Zuschauer: Langsam hob die Figur ihr Gesicht, richtet eden Körper auf, bis sie sich in ihrer vollen Größe zeigte. Stolze 42 Meter hoch und 200 Kilogramm schwer ist der Christus-Ballon. Erhaben breitete er die Arme erstmals über Warstein aus und bekam dabei christlichen Beistand von den beiden Benediktiner-Brüdern Isidor und Justus aus der Abtei Königsmünster aus Meschede. Bei ihnen war vergangenen Samstagabend der Sandmännchen-Ballon im Kloster gelandet. Die beiden Brüder halfen beim Abrüsten und begleiteten eine traditionelle Ballonfahrer-Taufe. Dabei entstand die Idee, die Geistlichen als Ehrengäste zur Warsteiner Internationalen Montgolfiade einzuladen und ein Treffen mit dem Piloten Helio Michelini Pellaes Neto und der Christus-Figur zu organisieren.

Ein bisher einmaliges Bild gab es beim Night-Glow am Abend in der ersten Reihe zu bestaunen. Zu „Christo Redentor“, der die weiteren 31 Heißlüfter und sechs Körbe weit überragte, gesellten sich als Sonderformen der „Scuba Diver“ von Filipe Tostes, die „Matroschka“ von Ludmilla Samborskaja, die „Orange“ von Matte Rate, die „Aston-Martin-Schwinge“ von Andrew Kaye sowie der „Federball“ und das „Teehaus“ von dem Schweizer Roman Müller.

Zur Halbzeit des diesjährigen Ballonsport-Spektakels in Warstein können Veranstalter und Fans der bunten Himmelsstürmer schon auf eine beachtliche Bilanz zurückblicken: Mit bisher acht Massenstarts,bei denen 757 Heißlüfter vom Boden abhoben, ist die Vorjahresmarke bereits eingeholt worden. „Das Wetter meint es in diesem Jahr gut mit uns und wir freuen uns auf viele weitere Highlights für die nächsten Tage“, fasst WIM-Geschäftsführer Uwe Wendt zufrieden zusammen.