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Deutliche Mehrheit gegen Bücherbus

Im Sitzungssaal des Kreishaushauses arbeitete ein bis zu 40-köpfiges Helferteam, um das Ergebnis des Bürgerentscheids auszuzählen. Foto: Wilhelm Müschenborn/ Kreis Soest

Kreis Soest. Der dritte Auszählungstag wurde der längste. Landrätin Eva Irrgang konnte am Montag, 17. September 2018, erst um 19.40 Uhr das vorläufige amtliche Endergebnis des Bürgerentscheids über den Bücherbus bekanntgeben. 35.210 Wahlberechtigte stimmten gegen eine Wiederaufnahme des Betriebs der Fahrbücherei, lediglich 19.012 dafür. Damit haben die Initiatoren weder das notwendige Quorum von 37.498 positiven Voten (15 Prozent der Wahlberechtigten), noch eine Abstimmungsmehrheit erreicht.

Die ersten zweieinhalb Auszählungstage waren von einer aufwändigen Prüfung der roten Wahlbriefe auf Zulässigkeit geprägt. Freitag, Samstag und Montagmorgen galt es unter anderem zu checken, ob der Stimmschein vorhanden und unterschrieben ist, der Stimmzettelumschlag zugeklebt und der elektronische Abgleich mit dem Wählerverzeichnis positiv ausfällt. Erst am frühen Nachmittag des Montags stand fest: 54.324 Stimmzettelumschläge erfüllen die kommunalwahlrechtlichen Voraussetzungen, die Wahlbeteiligung liegt bei rund 22 Prozent (249.988 Wahlberechtigte). Ab 14 Uhr öffnete das rund 40-köpfige Helferteam im Sitzungssaal des Kreises diese blauen Umschläge und zählte die Stimmen aus. Schnell stellte sich heraus, dass der Abschluss noch am Montag zu schaffen wäre, wenn bis in die Abendstunden weitergezählt würde. Das Ergebnis: 35.210 Nein-Stimmen (64,81 Prozent), 19.012 Ja-Stimmen (35,0 Prozent), 102 ungültige Stimmen (0,19 Prozent)

Das amtliche Endergebnis wird Landrätin Eva Irrgang im Laufe des Dienstags, 18. September, im Kreishaus verkünden. Dann liegen auch die genauen Zahlen über die nicht zugelassenen Wahlbriefe vor. Mehrere tausend Wahlberechtigte hatten dem roten Wahlbrief den Stimmschein nicht beigefügt oder diesen nicht unterschrieben. Damit konnten sie nicht an der Wahl teilnehmen. So sieht es das Kommunalwahlrecht, nach dessen Regeln der Bürgerentscheid durchzuführen war, bei einer Briefwahl vor. Als Schlussakt des Bürgerentscheids wird dazu am Dienstag ab 9.30 Uhr noch einmal eine öffentliche Auszählung stattfinden.