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Eurobahn bereitet sich auf Streik vor

Eurobahn bereitet sich auf Streik vor. Symbolfoto: Laame

Kreis Soest. Als eines der ersten privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen hat Keolis Deutschland bereits in 2018 das Wahlmodell mit bis zu 36 Tagen Jahresurlaub eingeführt. Während Wettbewerber dieses aktuell erstmalig einführen, fordert die Gewerkschaft, dass Keolis ein weiteres Modell mit bis zu 42 Tagen Jahresurlaub einführt. Der mit der GDL abgeschlossene Tarifvertrag im April dieses Jahres ist für alle Gewerkschaftsmitglieder (EVG und GDL) sowie nicht gewerkschaftlich zugehörige Mitarbeiter gültig und findet Anwendung. Insgesamt wurden in 2019 Einmalzahlungen in Gesamthöhe von 500 Euro gezahlt und eine Tariferhöhung von 5,2 % über zwei Jahre vorgenommen. Darüber hinaus wird zum 01. Januar 2020 die betriebliche Altersvorsorge auf 1,25 % und ab dem 01. Januar 2021 auf 1,5 % erhöht; weiterhin werden alle Zulagen deutlich nach oben angepasst. Zusätzlich hat Keolis der EVG angeboten, ein Langzeitkonto für seine Mitarbeiter einzuführen. Die Fronten sind weiter verhärtet, da die EVG eine Tariferhöhung von 7,5 % sowie die Einführung von bis zu 42 Tagen Jahresurlaub fordert. „Wir können leider nicht, alle Wünsche seitens der EVG voll umsetzen, denn es gilt hier an das Große und Ganze zu denken; eben nicht weit über dem Wettbewerb liegende Lohnkosten zu zahlen oder auch bis zu 42 Tage Jahresurlaub zu gewähren“, sagt Geschäftsführerin Anne Mathieu.

Um die Auswirkungen von Streikaktivitäten so gering wie möglich zu halten, wird Keolis alles bewegen. Eine Voraussage, welche Standorte und Linien betroffen sein werden, ist schwierig. „Um die Konsequenzen für die Fahrgäste zu minimieren, versuchen wir nicht streikende Kollegen flexibel einzusetzen. Darüber hinaus werden wir versuchen alternativ auch Schienenersatzverkehre zu organisieren“, sagt Geschäftsführerin Anne Mathieu.