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Jürgen Becker sorgte vor ausverkauftem Haus für göttlichen Rundumschlag

Jürgen Becker signierte Bücher CDs, Gläser und Eintrittskarten.

Geseke. Er ist bekannt wie ein bunter Hund. Mit der WDR-Fernsehsendung „Mitternachtsspitzen“ hat er sich längst zu einer der beliebtesten Kabarettisten Deutschlands gemacht. Am Samstagabend sorgte der Kölner Kabarettist Jürgen Becker einmal mehr für Lachsalven.

Das Kölsch am Ende durfte nicht fehlen.

Ausverkauftes Haus und Lachsalven am laufenden Band als Jürgen Becker auf der Bühne im Gymnasium Antonianum sein Programm „Ja, was glauben Sie denn?“ präsentierte. Eine Veranstaltung, die bei dem einen oder anderen Kirchgänger im Vorfeld die Wellen höher schlagen lies.

Es nützte alles nichts. Jürgen Becker betrat um 20:01 Uhr die Bühne und hatte den ganzen Abend die Lacher auf seiner Seite. Die Neugier der Geseker war groß, was der Kölner Entertainer zum sensiblen Thema Kirche zu sagen hatte.

Er begrüßte das Publikum mit den Worten: „Dann wollen wir uns mal einen schönen Abend machen, oder schreiben Sie gerade eine Doktorarbeit?“ Der Kabarettist hat sich schon immer gefragt, was der Verteidigungsminister Gutenberg überhaupt für einen Doktortitel hat. Er dachte zunächst an Dr. Oetker…

Die Auseinandersetzung mit der Kirche zog sich wie ein roter Faden durch das Programm. Er hielt sich fest an seine Theorie, wonach man, wenn man Kirchensteuer zahlt, auch mal hin und wieder über die Stränge schlagen kann. Schließlich machen die Katholiken und die Protestanten alle Fehler. Was aber kein Wunder ist. Denn schaut man sich die beiden Kerngruppen an, so sind sie altersmäßig zwischen Joopie Heesters und Loriot anzusiedeln.

Im ersten Teil seines Programms beschäftigte er sich vorwiegend mit der Abstammung des Menschen vom Affen und der Sicht Goethes sowie Gutenberg. Nach der Pause, die er übrigens mit seinem Publikum verbrachte kramte der Comedy-Star mächtig im Archiv der Kirche rum.

Den Zuschauern – die nicht nur aus Geseke kamen – gab er einige Denkanstöße in Bezug auf die Amtskirche auf dem Hauseweg mit.

Wie schon bei seinem letzten Auftritt auf der Geseker Bühne gab es abschließend zum Lied „Drink doch ene mit“ Kölsch. Aus dem „Pittermännchen“ (kleine Kölsch-Fässchen) servierte Jürgen Becker seinem Publikum frisch gezapftes Kölsch.

Das hat er bestimmt nicht gemacht um gut Wetter zu machen. Denn wie schon in der Pause zu entnehmen war, zeigte sich das Publikum rund um zufrieden. Den einen oder anderen dürfte er aus der Seele gesprochen haben.

Aber auch Jürgen Becker zeigte sich im Gespräch mit Geseke-News.de nach der Veranstaltung zufrieden mit den Gesekern. O-Ton: „Ich komme gerne wieder!“ (bl)