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Schulanfang: Gesundheitsamt empfiehlt Vorsichtsmaßnahmen

Verhaltensregeln bei Schweinegrippe

Verhaltensregeln bei Schweinegrippe

Kreis Soest. Angesichts des bevorstehenden Schulanfangs nach den großen Ferien am Montag (17. August 2009) hat das Kreisgesundheitsamt alle Kindertageseinrichtungen und Schulen in Soester Kreisgebiet über Vorsichtsmaßnahmen informiert, um einer weiteren Verbreitung der Neuen Influenza bzw. der so genannten Schweinegrippe vorzubeugen. Auf elektronischem Wege wurde umfangreiches Material versandt. Außerdem stehen unter der Internetadresse www.kreis-soest.de Vorlagen für Informationen an Eltern sowie Schülerinnen und Schüler zur Verfügung.

„Alle mit dieser Aktion nicht geklärten Fragen beantwortet das Gesundheitsamt gerne telefonisch“, betont Verwaltungsleiterin Sabine Saatmann in diesem Zusammenhang. Sie weist darauf hin, dass das Gesundheitsamt in Soest telefonisch unter der Nummer 02921/302640 (Bürgerservice Gesundheit) und in Lippstadt unter der Nummer 02921/303560 von montags bis donnerstags zwischen 8 und 16 Uhr sowie freitags zwischen 8 und 12 Uhr erreichbar sei. Auch auf der Homepage des Kreises seien Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen zu finden.

Die wichtigsten Hinweise zum Umgang mit der Neuen Grippe in Gemeinschaftseinrichtungen hat das Gesundheitsamt in einem Informationsblatt zusammengefasst, das ebenfalls auf der Homepage des Kreises als Download zur Verfügung steht. So rät das Gesundheitsamt dringend, Kinder und Jugendliche mit Fieber (38 Grad oder mehr) auf keinen Fall in eine Gemeinschaftseinrichtung zu schicken. Bei Verdacht oder festgestellter „Schweinegrippe“ müssen Kinder unter 14 Jahren 10 Tage ab Beginn der Krankheitszeichen zu Hause bleiben. Kinder sind länger ansteckend als Erwachsene, daher ist der Zeitraum für den Schutz vor Ansteckung länger als bei Erwachsenen. Ist in der Familie (direkter Haushalt) ein Familienangehöriger an Neuer Influenza erkrankt, muss das Kind, auch wenn es selbst noch gesund ist, für 10 Tage zu Hause bleiben.

Wird ein Kind oder ein Jugendlicher während der Betreuung krank, ist eine sofortige Abholung erforderlich. Alle Kontaktpersonen sollten sofort anschließend eine Händedesinfektion durchführen.

Erzieher, Erzieherinnen, Lehrer und Lehrerinnen sowie alle sonstigen in den Einrichtungen tätigen Personen, die sich krank fühlen, dürfen keinesfalls in die Einrichtung gehen. Wird die Neue Influenza festgestellt, muss die betroffene Person für sieben Tage zu Hause bleiben. Das ist die Dauer der möglichen Ansteckungszeit.

Zu den wichtigsten vorbeugende Maßnahmen gehören häufiges Händewaschen. Die Krankheitserreger der Neuen Influenza reagieren empfindlich auf das Waschen mit Seife und können dadurch teilweise zerstört werden. Beim Husten und Niesen sollten Mund und Nase mit einem Einmaltaschentuch bedeckt werden. Dieses ist sofort nach dem Gebrauch in einen Abfalleimer oder einen Müllbeutel zu entsorgen.

Es sollte möglichst oft im Freien gespielt werden, da dort die Weitergabe der Krankheitserreger wegen der „Verdünnung“ weniger gut möglich ist als in geschlossenen Räumen. Wichtig ist ebenso das häufige Lüften von Räumen.

Schwangere Mütter, die ihre Kinder normalerweise aus Gemeinschaftseinrichtungen abholen, sollten Abstand zu den Räumen innerhalb der Einrichtung halten und zum Besipiel ihre Kinder draußen abholen oder die Abholung durch Dritte organisieren. Schwangere Erzieherinnen oder Lehrerinnen sollten aus Vorsichtsgründen zu Hause bleiben, wenn es in der Einrichtung einen Erkrankungsfall gegeben hat, und sich umgehend mit dem Betriebsärztlichen Dienst und dem Gesundheitsamt in Verbindung setzen. (ks)